Mongolei 

Nützliche information über die Mongolei

In den Monaten Oktober und November haben die Deutsch-Mongolischen Wirtschaftsbeziehungen auf der Ebene von Grossprojekten eine deutliche Belebung erfahren. Während des Besuchs des Bundespräsidenten, der vom Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Herrn Matthias Machnig begleitet wurde, sowie waehrend des bereits im November stattfindenden Gegenbesuches des mongolischen Industrieministers, Herrn Erdenebat, konnten eine Reihe von Vereinbarungen auf den Weg gebracht werden.


Rohstoffpartnerschaft

Insbesondere die Rohstoffpartnerschaft wurde durch die erste echte rohstoffbezogene Vereinbarung seit einigen Jahren zu neuem Leben erweckt.  Der deutsche Rohstoffkonzern Aurubis schloss einen Abnahmevertrag über Kupferkonzentrat mit der mongolischen Firma MAK. Der Vertrag läuft über 15 Jahre und umfasst einen maximalen Abnahmewert von 3,8 Milliarden USD aus der Kupfermine Tsagaan Suvarga. Dieser Vertrag stellt ein erstes Ergebnis der Deutsch-Mongolischen Rohstoffpartnerschaft dar.
Das Unternehmen MAK ist mit dem Abnahmevertrag in einer guten Position internationale Investoren fuer die Fertigstellung der Mine zu gewinnen, die einen Kapitalbedarf von ca. 500 Mio USD haben soll und bereits zu 50% erbaut ist. MAK wird nach eigenen Angaben auch eine UFK Garantie des Bundes beantragen, die die deutschen Direktinvestitionen in die Mongolei deutlich steigern wird. Die Firma Aurubis betreibt mehrere Anlagen zur Kupferverarbeitung, u. A. in Hamburg und in Bulgarien.
Im Rahmen des Vertrages steht auch eine Vereinbarung zwischen der Firma MAK, des deutschen Unternehmens Ferrostaal, und des deutsch-mongolischen Joint-Ventures EuroKhaan.


Wirtschaftsausschuss

Am Rande des Treffens des Deutsch-Mongolischen Wirtschaftsausschusses (14. Oktober 2015), ist Bewegung in den 54 MW Deutsch-Mongolischen Windpark „Sainsand“ der Ferrostaal AG gekommen. Die mongolische Regierung hat dem Projekt eine Garantie für die Vertragsstabilität ausgesprochen. Eine Realisierung des 115 Mio. USD Projektes steht nun unmittelbar bevor.
 
Ebenfalls vereinbarten der mongolische Petrokonzern SOD MONGOL und die deutsche EDL Anlagenbau eine Zusammenarbeit zur Produktion von Schmierölen in der Mongolei. Das deutsche Unternehmen ThyssenKrupp unterzeichnete ein MOU zum Bau einer Coal-to-Gas Anlage mit dem mongolischen Ministerium für Energie.
 
Weitere vorgestellte Projekte:
Coal-to-Liquid – Firma Alphakat
Baustofflabor & Recycling-  Baupark Nalaikh
Feuerverzinkerei – Steppenfuchs Reisen
Baustoffprueflabor – Ministerium fuer Bau
Maidar City – Transsolar Energietechnik
Standortentwicklung Erdenet – GEOTEC Rohstoffe
Lehrkoffer Naturkunde – Mongopa/Cornelsen
Kokerei – ThyssenKrupp
Schienennetz Tavan Tolgoi – Deutsche Bahn
Industrieabwasserreinigung – EnviroChemie
Geothermische Kraftwerk – CBM GmbH
Metallrückgewinnung Seltene Erden – GUB Ingenieure AG
 
Projekte im Rahmen der Ministerreise nach Deutschland

Im November reiste der mongolische Minister für Industrie Erdenebat auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) nach Deutschland. Während des Besuches wurde ein MOU unterzeichnet, dass die Errichtung eines 64MW Kraftwerkes in der Provinz UVS vorsieht. Das Kraftwerk soll drei Provinzen im Westen der Mongolei versorgen und neben Kohle auch erneuerbare Energien zur Stromerzeugung einsetzen. Der Deutsche Partner des Projektes ist die Firma SAX Energy Power aus Dresden.

Unbestätigten Medienberichten zur Folge soll die technische Ausrüstung des Kraftwerkes durch SIEMENS vorgenommen werden und eine Finanzierung über die Landesbank Berlin realisiert werden.

Neue Projekte zeugen von verbesserten Wirtschaftsbeziehungen

Das gegenseitige Interesse der deutschen und mongolischen Wirtschaft aneinander ist nach wie vor groß. Es gilt nun tragfähige Finanzierungen zu erlangen und erfolgreich Projekte vom Reißbrett in die Realität zu übertragen. Neben vielen bekannten Projekten, sind in den letzten zwei Monaten auch neue Vereinbarungen getroffen worden.
Dabei zeigt sich, dass insbesondere der Energiesektor (klassische Energieerzeugung/ erneuerbare Energien/Heizlösungen), sowie die Aufbereitung von Wasser und Abwasser als Zukunftssektoren für die kommenden Jahre wahrgenommen werden.


Schlagwoerter: Mongolei, Wirtschaft, Grossprojekt, Projekt, Rohstoff, Rohstoffpartnerschaft, Wirtschaftsbeziehung,

Erstellt: Dienstag, 08.12.2015 11:51

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