Mongolei 

Nützliche information über die Mongolei

Die Mongolei hat sich seit den politischen und wirtschaftlichen Umbruechen in den 90er Jahren zu einem der wenigen demokratischen Staaten Asiens (Global Democracy Ranking 2014: Platz 45, seit 2009 stetig aufsteigend; Platz 27 von 112 beim Democracy Improvement Ranking 2014) entwickelt und ein marktwirtschaftliches System ausgebildet.

Mit dem Wegfall finanzieller Unterstützung der mongolischen Wirtschaft durch Russland kämpfte das Land anfänglich gegen Inflation und Arbeitslosigkeit, die Wirtschaft sank auf ein Drittel ihres Volumens in der sozialistischen Zeit. Durch einen Reformkurs und zunehmende Privatisierungen kam es zum wirtschaftlichen Aufschwung. Schwankende Rohstoffpreise, die extremen Wetterlagen, sowie problematische politische Entscheidungen, führten im Laufe der Jahre zu einem unbeständigen Wirtschaftswachstum. Vor allem die relativen langen und sehr kalten Winter lassen bisweilen große Tierbestände verenden. Sie sind auch ursächlich für monatelange Stopps der Bauindustrie. Die globale Wirtschaftskrise in 2008 zusammen mit vorangegangenen harten Wintermonaten verschaerfte die Lage der Mongolei. Durch eine Unterstützungsvereinbarung mit dem Internationalen Währungsfond (IWF) konnte sich das Land aber (in ca. 9 Monaten)  sehr schnell aus der Krise befreien.

Mit steigender Zahl internationaler Investoren, vor allem aufgrund des Reichtums an Bodenschaetzen, stabilisierte sich die Wirtschaft in den letzten Jahren nachhaltig. Im Jahr 2011 wuchs die mongolische Wirtschaft um 17,5% (Weltbank). Durch mangelnde Rechtssicherheit, investitionsunfreundliche Gesetze und vor allem den medienwirksamen Rechtsstreit mit den auslaendischen Betreibern der Oyu Tolgoi Miene verlor der Wirtschaftsstandort Mongolei zuletzt wieder an Attraktivitaet. Die politische Elite der Mongolei entwickelte zwar ein Problembewusstsein und Willen zur Veränderung, so dass das wirtschaftliche Wachstum in 2012 auf 10,7% (Statistical Office of Mongolia  13,3%), 2013 auf 10,1% (Statistical Office of Mongolia  10,4%) und aktuell auf 5-8% (ADB, Weltbank) zurueck ging, damit aber immer noch hoeher als vor dem Wirtschaftsboom in 2011 liegt (Vgl. Wachstumsrate 2010: 4,8%[Weltbank]; 6,4%[Statistical Office of Mongolia]).

Prognose des Wirtschaftswachstums ausgewählter Staaten Asiens (im Vergleich zwischen 2010 und 2015, in Prozent)

               

 Quelle: CEIC, Juli 2015

Wirtschaftliche und politische Skandale, wie durch Korruption, der letzten Jahre hatten dennoch einen erheblichen Einfluss auf die Zahlen auslaendischer Direktinvestitionen.

Auslaendische Direktinvestitionen – Prozent des BPI (nominal)

Quelle: Prognosen des IWF

 

Struktur der Mongolischen Wirtschaft 2014

 

Quelle: National Statistical Office of Mongolia 2014

Die Mongolei besitzt mit ihren reichen Ressourcen und zunehmendem Bewusstsein für die Notwendigkeit politscher Reformen zur Absicherung internationaler Investitionen großes Wirtschaftspotential und zahlreiche Märkte. Wirtschaftliche Kooperation mit Deutschland kommt durch den Rohstoffreichtum des Landes daher deutschen Interessen entgegen und kann umgekehrt zur Stabilität der mongolischen Wirtschaft beitragen. Nicht zuletzt kann im Bereich der erneuerbaren Energien eine Anknuepfung zur deutschen Wirtschaft ausgebaut werden, um die stetig steigende Energienachfrage der Mongolei zu bedienen und die massive Umweltverschmutzung – vor allem in den Wintermonaten – durch hauptsaechlich auf Kohle basierende Kraftwerke einzudaemmen.

Aktuelle Wirtschaftsdaten sind auf der Webseite von Trading Economics zu finden.

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Erstellt: Dienstag, 15.09.2015 12:26

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